Geschichte


Gegründet wurde der ESV 1886 als Turnverein Nassau. Da zu der Zeit noch keine Turnhalle existierte, wurden die Turnstunden noch in den Sälen von Nassauer Gaststätten durchgeführt (im Erbgericht und Zschommlers Gasthof). Zu den Sportübungen zählten vor allem Läufe durch den Wald, Ballspiele und Freiübungen. Während des Krieges kamen die sportlichen Aktivitäten zum Erliegen. Erst nach Ende genoss der Sport im Verein eine Wiederbelebung. Ab dieser Zeit wurden die Übungen im Turnraum der Schule ausgetragen. Ab 1950 hieß der Verein BSG Nassau, da als Träger die BHG eingetreten ist.Bild "bsg_wappen.jpg"
Der Wintersport erfuhr einen spürbaren Aufschwung im Gimmlitztal, wo eine Schanze (Grünschönberg-Schanze) gebaut wurde. Aber auch im Skigebiet "Am alten Forsthaus" entstand aufgrund seiner schneesicheren Lage ein Wintersportzentrum. Besonders Aktive waren: Erich Wolf, Kurt Kaden, Helga Krönert, Gotthard Thiele, Alexander Dienel, Reinhold Göhler, Rudi Löbel, Sonnhilde Hausschild, Christa Göhler. Die ersten Kreismeisterschaften wurden in Nassau ausgetragen.
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Wegen ihrer besonderen Leistungen wurden Sonnhilde Hausschild und Christa Herklotz (vorn links) in die Langlaufnationalmannschaft der DDR einberufen. Sonnhilde gewann unter anderem den Grindelwaldlauf und wurde beste Mitteleuropäerin bei der WM 1958 in Lahti. Auch Christa war als 17. sehr gut platziert. Herausragend war ihre Teilnahme an den olympischen Winterspielen 1956 in Cortina d'Ampezzo und 1960 in Squaw Valley.

In den 50er Jahren wurde Nassau zum Winterstützpunkt des Kreises ernannt. Ab 1958 wurde fünfmal das internationale Damenskirennen in Nassau ausgetragen, bevor es 1964 nach Klingenthal/Mühlleiten verlegt wurde. Im selben Jahr wurde in Nassau die Turnhalle erbaut und eingeweiht. Seitdem erfuhr der Schulsport eine Belebung. Ab 1964 fand die Kinder- und Jugendspartakiade des Kreises Brand-Erbisdorf in den nordischen Disziplinen alljährlich in Nassau statt. Im Jahr 1989 wurde die 25. Austragung mit über 1000 Teilnehmern ausgetragen.